LOCALINAR

Belebtheitsindex

Demo des Verfahrens. Localinar erprobt es derzeit intern an zwei Webcams in Tübingen, mit Zustimmung; veröffentlicht wird nichts.

So soll Localinar aus einem Webcam-Bild schätzen, wie voll ein Platz gerade ist. Das Verfahren erkennt keine Personen. Es misst nur, welcher Anteil der Fläche anders aussieht als sonst.

Kamerabildnur in dieser Demo zu sehen
nicht ausgewertet
Was das Verfahren auswertet
Ein Wert je 16 × 16 Pixel. Ein Gesicht ist kleiner als eine Zelle.
Anders als sonst
weicht vom üblichen Hintergrund ab
–

So arbeitet das Verfahren

  1. Nur Blockhelligkeit lesen. Aus der JPEG-Datei wird je 8 × 8 Pixel nur der mittlere Helligkeitswert gelesen. Bei üblichen JPEG-Dateien entsteht das vollständige Bild dabei nie; nur die seltenere progressive Form wird kurz im Arbeitsspeicher dekodiert.
  2. Grobes Raster. Bei einem Bild mit 1280 × 720 Pixeln wie in dieser Demo werden je vier Blöcke zu einer Zelle von 16 × 16 Pixeln; bei kleineren Kamerabildern ist jeder Block eine Zelle. Verwendet werden nur die Zellen der ausgewerteten Fläche und einige Bezugszellen an Fassaden und Dächern für die Helligkeitskorrektur; alles andere wird verworfen.
  3. Mit dem üblichen Hintergrund vergleichen. Eine Helligkeitskorrektur an den Fassaden gleicht Wolken und Belichtung aus. Der Hintergrund passt sich langsam an und bleibt eingefroren, solange der Platz belebt ist. Der Verfahrensentwurf sieht dazu einen noch ungeprüften Schattentest vor: Wird eine Zelle dunkler, ohne dass ihre vier Blöcke stärker voneinander abweichen, gilt das als Schatten, nicht als Abweichung. In dieser Demo erweitert und erprobt: Dasselbe gilt, wenn eine Zelle nur heller wird (Sonne); und eine Zelle, deren Blöcke deutlich stärker voneinander abweichen, gilt als abweichend, auch wenn ihre Helligkeit gleich bleibt.
  4. Stufe berechnen. Aus dem Anteil abweichender Zellen je Entfernungszone wird die Belebtheit geschätzt, mit Ausgleich für Perspektive und Verdeckung. Veröffentlicht wird nur die Stufe.

Was das Verfahren nicht tut

  • Keine KI, keine Personen- oder Gesichtserkennung, keine biometrische Verarbeitung.
  • Kein Zählen, Verfolgen oder Wiedererkennen einzelner Menschen.
  • Keine Speicherung von Bildern. Jedes Bild wird nur im Arbeitsspeicher verarbeitet und sofort verworfen. Gespeichert werden nur der Hintergrund als grobes Raster und Kennzahlen ohne Bildinhalt.
  • Im Betrieb wird kein Bild angezeigt. Veröffentlicht wird nur die Stufe mit Uhrzeit, gekennzeichnet als Schätzung.

Für den Betrieb vorgesehen: Abruf nur bei Tageslicht, im Schnitt höchstens ein Bild je Kamera alle 5 Minuten, Verarbeitung nur in der EU, Start erst nach schriftlicher Zustimmung des Kamerabetreibers und abgeschlossener Datenschutzprüfung.

Wie gut die Schätzung ist